Die perfekten 7 Tage auf Mallorca – Reiseroute & Tipps
Mallorca gehört zu den wohl beliebtesten Reisezielen Europas und das nicht ohne Grund. Türkisfarbenes Wasser, weiße Sandstrände, malerische Bergdörfer und beeindruckende Gebirgsketten prägen das Bild der Insel. Und obwohl sie die größte der insgesamt 5 bewohnten Baleareninseln ist, kannst du Mallorca hervorragend in einer Woche kennenlernen. In dieser 7 Tage Reiseroute nehme ich dich mit an die schönsten Orte, zeige dir meine persönlichen Highlights und gebe dir wertvolle Tipps.
Was darf auf deiner Mallorca Reise auf keinen Fall fehlen? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!
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Übersicht
Wie komme ich nach Mallorca?
Von Deutschland aus, sowie den meisten anderen europäischen Städten, erreichst du Mallorca am schnellsten mit dem Flugzeug. Der Flughafen „Aeroport de Palma de Mallorca“ (PMI) wird regelmäßig von vielen internationalen Fluggesellschaften angeflogen, wobei du Tickets teilweise für unter 100€ bekommst. Alternativ gibt es auch eine Fähre von Barcelona oder Valencia, auf der du sogar mit dem PKW übersetzen kannst.
Mallorca 7 Tage Reiseroute
Das Schöne an dieser Reiseroute ist, dass du deinen Ausgangspunkt nach belieben wählen kannst. Solange du mobil bist, kannst du alle Orte binnen kurzer Zeit erreichen. Auch die Reihenfolge der Tage kannst du nach deinen Vorlieben anpassen und variieren. So bleibst du flexibel und kannst dir deine Traumreise gestalten.
Tag 1: Ankunft in Palma de Mallorca
Nur wenige Autominuten vom Flughafen entfernt, und damit ein perfekter erster Stopp an Anreisetag, liegt Palma de Mallorca. Hier befindet sich die Kathedrale de Mallorca, auch La Seu genannt, welche das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel ist. Mit ihren filigranen Türmen, kunstvollen Details und der hellen Sandfarbe ist sie unverkennbar. Direkt nebenan liegt der Sommersitz der spanischen Königsfamilie, der Palau de l’Almudaina.
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Nutze den ersten Tag, um dich durch die schattigen Gassen der Hauptstadt treiben zu lassen, etwas durch die kleinen Boutiquen zu bummeln und die ein oder andere Leckerei in einem der unzähligen charmanten Cafés zu probieren. Begibst du dich mit ein paar Schlenkern Richtung Placa Major, kommst du auch an zwei Gebäuden mit außergewöhnlicher Architektur vorbei: Dem Can Forteza Rey und dem Edifici Casasayas.
Von Palma aus, lohnt sich auch der Besuch der Burg von Bellver, die sich auf einer nahegelegenen Anhöhe befindet. Die kreisrunde Burg mit elegantem Säulenhof erzählt in kleinen Ausstellungen die spannende Geschichte der Stadt und bietet zudem einen fantastischen Ausblick über den Hafen und Palma.
Tag 2: Mallorca's schönste Bergdörfer
Im starken Kontrast zur pulsierenden Hauptstadt stehen die kleinen, idyllischen Bergdörfer im Nordwesten Mallorca’s. Zwischen steilen Berghängen und grünen Tälern geht es in Valldemossa, Deià und Fornalutx deutlich entspannter zu. Bei einem frühen Start in den Tag kannst du den Dörfern dabei zuschauen, wie sie langsam zum Leben erwachen und die schmalen Gassen ohne großen Andrang erkunden.
Die Dörfer mögen sich auf den ersten Blick vielleicht ähneln, haben aber jeweils ihre eigene Geschichte.
Inmitten der Serra de Tramuntana liegt Valldemossa, eines der bekanntesten Bergdörfer Mallorcas. Bekannt ist der Ort vor allem für seine historische Kartause, in denen berühmte Persönlichkeiten wie der Komponist Frederic Chopin und Schriftsteller George Sand, überwinterten. Aber auch für den authentischen Charme, die verwinkelten Gassen und kleinen Cafés.
Deià war viele Jahre das zu Hause des britischen Schriftstellers Robert Graves und ist bis heute ein Künstlerdorf. In den schmalen Gassen findest du neben liebevoll geführten Cafès, kleine Ateliers und Galerien.
Fornalutx zählt mit seinen Natursteinhäusern, engen Gassen und Zitronenhainen zu den schönsten Dörfern Spaniens. Die Atmosphäre hat beinahe etwas märchenhaftes.
Tag 3: Mallorca's Südosten
Auch ein Besuch des südöstlichen Teils der Insel darf bei deiner Reise nicht fehlen. Plane dies idealerweise für mittwochs oder samstags ein, damit du deinen Tag mit einem Spaziergang über den Markt in Santanyí beginnen kannst. Dieser befindet sich direkt im Ortskern und erstreckt sich über mehrere Straßen, die von Natursteinhäusern in warmen Gelbtönen gesäumt sind. An den Marktständen kannst du dir Brot, Obst und Käse für ein Frühstück einkaufen, sowie handgefertigte Taschen, Schmuck, Kleidung und Kunsthandwerk als Andenken.
Nur etwa 15 Autominuten entfernt liegt der Naturpark Mondragó. Der geschützte Küstenabschnitt ist noch verhältnismäßig unberührt, so dass du einen ruhigen Spaziergang am Wasser genießen kannst. Es gibt auch Abschnitte, von denen aus du ins Wasser kommst und dich an heißen Tagen hervorragend abkühlen kannst.
Am späten Nachmittag bietet sich ein Abstecher ins nahegelegene Cala d’Or an. Die weiß getünchten Häuser erinnern ein wenig an Mallorca’s Nachbarinsel Ibiza und versprühen eine elegante, entspannte Atmosphäre. Bei einem Spaziergang am Hafen, einem regionalen Abendessen im Restaurant oder einem Glas Wein am Strand kannst du den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Tag 4: Von Port d'Andratx nach Sant Elm
Wenn du genauso gerne aktiv bist, wie ich, wirst du an Tag vier voll auf deine Kosten kommen. Abseits der befahrenen Straßen in der Serra de Tramuntana schlängeln sich Pfade zum Wandern und Fahrrad fahren. Vor allem im Südwesten Mallorcas findest du eine Vielzahl gut ausgeschilderter Routen, so auch die erste Etappe des Fernwanderweges GR221. Die „Ruta de Pedroo en Sec“ beginnt im kleinen Hafenort Port d’Andratx und endet etwa zehn Kilometer weiter in Sant Elm.
Die Distanz zwischen den beiden Orten mag vielleicht nicht allzu groß sein, dafür machst du einige Höhenmeter. Am besten beginnst du am offiziellen Startpunkt oberhalb der Carrer de Cala d’egos und folgst der Beschilderung bis nach Sant Elm. Online kursieren noch einige alternative Routen, diese führen teilweise jedoch über Privatgrundstücke und sind daher nicht zu empfehlen.
Während deiner Wanderung wirst du mit atemberaubenden Ausblicken auf beide Hafenstädte, das Meer und die umliegenden, mit Pinien bewachsenen Hügeln belohnt.
In Sant Elm angekommen, hast du die Wahl zwischen einer handvoll Cafés und kleiner Restaurants, um dich ein wenig auszuruhen. Im Anschluss kannst du entweder zurück nach Port d’Andratx wandern oder die Strecke mit dem Bus fahren.
Je nach Verfügbarkeit kannst du zuvor auch mit der Fähre auf die Naturinseln Dragonera übersetzten. Erkundige dich am besten im Vorfeld, zu welchen Uhrzeiten die Fähre ablegt oder buche dein Ticket gleich online, z.B. bei Get your Guide*.
Tag 5: Durch den Norden Mallorcas
Richtig viel Abwechslung hat Mallorca’s Norden zu bieten. Zerklüftete Küstenabschnitte treffen auf sanfte Hügel, kräftige Windböen messen sich mit warmen Sonnenstrahlen und vor größeren Städten liegen idyllische Dörfer. Ein perfektes Zusammenspiel aus allem, was die Insel zu bieten hat.
Wie so häufig, aber für einen Besuch des Nordens noch mehr, lautet die Devise: Früh aufstehen lohnt sich. Das Cap Formentor ist der nördlichste Punkt der Insel und ein ausgesprochen beliebtes Ziel von Rennradfahren sowie Urlaubern. Auf deinem Weg über die gewundenen Straßen passierst du mehrere Aussichtspunkte, von denen aus du einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer genießen kannst. Dein eigentliches Ziel befindet sich am Ende der Straße und ist an dem markanten Leuchtturm erkennbar. Je früher du ankommst, desto besser findest du einen Parkplatz. Die Straße ist schmal und es gibt nur eine handvoll Haltebuchten.
Im Anschluss geht es ins knapp 30 Minuten entfernte Pollença. Suche dir ein gemütliches Café und genieße einen Cafe con leche (traditioneller Kaffee mit Milch) oder ein leckeres Frühstück, bevor du die 365 Stufen zur Kapelle El Calvari hinaufsteigst. Eine Stufe für jeden Tag im Jahr. Oben angekommen, kannst du über die Dächer der Stadt bis ans Meer schauen.
Wieder unten im Ort, lohnt sich ein Spaziergang durch die Schmalen Gassen rund um die Kirche Santa Maria dels Àngels. Hier findest du kleine Läden, die lokale Produkte verkaufen, Restaurants und viel Ruhe und Gelassenheit. Pollença ist ein Ort, der zum Verweilen und Genießen einlädt.
Eine weitere, sehr sehenswerte Stadt im Norden und einer meiner persönlichen Lieblingsorte der Insel ist Alcúdia. Die Altstadt ist vollständig von einer historischen Stadtmauer umgeben, kann jedoch durch verschiedene Tore betreten werden. Innerhalb der Mauern reihen sich Häuser mit warmen, sandfarbenen Fassaden aneinander und kleine Boutiquen wechseln sich mit Lokalen ab. Trotz der wachsenden Beliebtheit schafft es Alcúdia ihre ruhige, entspannte Atmosphäre zu bewahren.
Besonders schön ist ein Besuch an Dienstag und Sonntagen, wenn Wochenmarkt ist. Dann hast du die Möglichkeit an den Ständen frische Produkte, Kunsthandwerk und lokale Spezialitäten erwerben.
Tag 6: Ein Tag in Mallorcas Osten
Heute geht es unter die Erde, in die Cuevas del Drach. Die berühmten Drachenhöhlen bei Porto Cristo zählen zu den beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen Europas und beherbergen einen der größten unterirdischen Seen der Welt, den Martelsee. Beim Rundgang durch die unterirdischen Gänge entdeckst du Stalaktiten und Stalagmiten in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Du siehst bizarr geformte Felsformatierungen und blickst auf stille Wasseroberflächen, die mit aller Wahrscheinlichkeit noch nie mit Tageslicht in Berührung gekommen sind.
Aufgrund der fehlenden Sonne wachsen in dem Gewässer auch keine Pflanzen und es gibt nur ganz wenige Tiere, die darin leben. Hierzu gehören vor allem winzige Krebstiere, Würmer, Mikroorganismen und Bakterien, die in völliger Dunkelheit und von lediglich organischem Material leben können.
Im Anschluss geht es in das rund 30 Minuten entfernte Städtchen Artà. Beim Spazieren durch die Gassen kannst du Sonnenlicht und frische Luft genießen, oder auch in den kleinen Boutiquen stöbern. Genieße ein Getränk in einem der Cafés und bestaune die Gemälde in den Galerien.
Bevor du weiterziehst, solltest du den Weg hinauf zur Wallfahrtskirche Sant Salvador laufen, die auf einem Hügel über Artà thront. Von hier hast du einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und wirst daran erinnert, wie schön das Leben oberhalb der Erdoberfläche ist.
Eines meiner Highlights war der Besuch des Terragust. Das Hofrestaurant bietet lediglich Gerichte aus lokalen, primär selbstangebauten Lebensmitteln an und folgt damit einem echten Farm-to-Table-Konzept. Je nach Saison unterscheidet sich das Angebot natürlich, so bleibt es aber immer abwechslungsreich.
Da die Nachfrage groß ist und die Plätze begrenzt sind, empfehle ich dir eine Online-Reservierung im Vorfeld. Hier hast du verschiedene Optionen und kannst auch eine geführte Tour durch die Anbaufelder mit anschließendem 4-Gänge-Menü buchen.
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Tag 7: Entspannte Stunden in Port de Sóller
Am letzten Tag steht vor allem Entspannung an. Fahre dafür in den Küstenort Port de Sóller, entweder mit dem Auto oder der Eisenbahn ab Palma. Die Bucht ist von zwei Kaps eingerahmt und bietet eine wunderschöne Kulisse, um am Strand oder in einem der Restaurants und Bars zu entspannen.
Wenn du noch etwas mehr unternehmen möchtest, kannst du auch in das fünf Kilometer entfernte Sóller fahren, welches im Tal der Orangen liegt. Sóller ist vor allem für seine schöne Altstadt und die Gebäude mit modernistischen Fassaden bekannt. Hier solltest du vor allem die Plaça de la Constitució mit der imposanten Kirche Sant Bartholomäus sowie das historische Bahnhofsgebäude bestaunen.
Welche Transportmittel kann ich nutzen?
Um wirklich flexibel zu sein, dich abseits der größeren Orte aufhalten und in deinem eigenen Tempo fortbewegen zu können, ist ein Mietwagen die beste Wahl. Dies ermöglicht es dir deinen Tag spontan starten oder ändern zu können, ohne dir überlegen zu müssen, wie du von A nach B gelangst.
Alternativ gibt es zwischen den größeren Städten oder beliebten Touristenzielen auch Busverbindungen sowie organisierte Touren, bei denen der Transfer inkludiert ist. Hierbei brauchst du dich nicht um Parkplatzsuche oder Anreise kümmern, bist jedoch deutlich unflexibler bei der Ausgestaltung deines Tagesablaufs.
Sind 7 Tage genug Zeit?
Ohne lange drum herum zu reden: Eine Woche auf Mallorca ist genug Zeit. Sieben Tage bieten dir eine hervorragende Möglichkeit die Insel zu erkunden und gleichzeitig entspannte Momente zu genießen. Hast du mehr Zeit, kannst du problemlos aber auch länger bleiben. Ich würde behaupten, dass sich Mallorca gleichermaßen für ein paar Tage sowie mehrere Monate lohnt.
Übernachtungsmöglichkeiten
Mallorca bietet ein breites Angebot an Unterkünften aus allen Kategorien und Preisklassen. Du kannst sehr günstig in Mehrbettzimmern eines Hostels übernachten oder eine private Finca mit Pool buchen. Es gibt wirklich hunderte Optionen.
Worauf du bei deiner Buchung achten solltest, ist die Lage. Grundsätzlich kannst du alle Orte auf der Insel problemlos innerhalb einer Stunde erreichen, sofern du mobil bist. Manche Unterkünfte liegen jedoch sehr abseits, so dass du immer ins Auto steigen musst oder so zentral, dass du keinen Parkplatz davor bekommst. Je nachdem wie deine Präferenzen sind, lohnt es sich vor der Buchung genau drauf zu achten.
Wann ist die beste Reisezeit?
Für eine Reise, bei der du viel Zeit am Strand verbringen möchtest und du heiße Tage genießt, empfehlen sich die Sommermonate Juni bis August. In dieser Zeit klettern die Temperaturen häufig auf bis zu 35 Grad hoch, so dass du als Sonnenanbeter ganz auf deine Kosten kommst.
Möchtest du etwas moderatere Temperaturen, um die Insel zu erkunden und vielleicht die ein oder andere Wanderung zu unternehmen, empfehlen sich hingegen die Monate März bis Mai sowie September bis Oktober.
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